Wie kommt das eigentlich? – US-Shows in Deutschland

Das könnte eine kleine Serie werden. Mal schauen. Manchmal kommen mir so Gedanken, wo ich mich frage, wie das eigentlich kommt, dass ein Sachverhalt so ist, wie er ist. Den schreibe ich dann einfach mal nur als Fragestellung in den Raum, ohne das weiter auszuführen. Das dürft ihr dann mal tun. 😉

Ich schaue gerade die aktuelle Folge von Fernsehkritik-TV, bei der Tele 5-Chef Kai Blasberg zu Gast ist. Und während er und Holger Kreymeier so allgemein über das Fernsehen schwadronieren, surfe ich ein bisschen in der Wikipedia herum und erinnere mich an Zeiten, als bei RTL noch kein Scripted Reality-Mist lief, sondern Unterhaltungsshows, teils nach US-amerikanischem Vorbild. Und dann frage ich mich:

Wie kommt das eigentlich, dass in den Staaten Shows wie „Jeopardy!“ oder „Family Feud“ (dt. „Familien-Duell“) teilweise jahrzehntelang ohne Unterbrechung laufen, – im Fall von „Jeopardy!“ sogar seit 30 Jahren vom gleichen Moderator präsentiert – in Deutschland aber schon nach wenigen Jahren wieder abgesetzt werden? Sind es nur die Lizenzen, die ablaufen und nicht verlängert werden, weil sie zu kostspielig sind?

Ein bisschen Schmutz im Schnee

Die deutsche Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle ist bei den Olympischen Spielen in Sotschi positiv auf Substanzen getestet worden, die auf der Dopingliste stehen. Sie könne sich „überhaupt nicht erklären, wie es zu dieser positiven Dopingprobe gekommen“ sei.

Ich habe für dieses Problem eine einfache, treffende Antwort parat: Du dumme Nuss hast dir irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel eingepfiffen, vor denen dich deine Trainer immer gewarnt haben, weil sie – vermutlich zurecht – auf der Dopingliste stehen.

Ehrlich, warum haben diese Doper nicht alle einfach mal den Arsch in der Hose („Eier“ passt hier ja schlecht), sich hinzustellen und zu sagen: „Jupp, ich hab was genommen. War scheiße, aber machen ja eh alle.“ Dann wird dieser ganze Wahn um Dopingkontrollen einfach abgeschafft (spart ja auch Kosten), die Sportler hauen sich alles rein, was sie finden können, die Wettkämpfe strotzen vor Höchstleistungen und die Medien dürfen dann jedes Jahr ein paar Dutzend tote Sportler betrauern. Win-win-win-Situation.

R.I.P. Ralph Waite

Gerade gelesen, dass US-Schauspieler Ralph Waite im Alter von 85 Jahren verstorben ist. Bekannt wurde er vor allem als Familienpatriarch in „Die Waltons“, ich kannte ihn hauptsächlich aus „NCIS“, wo er den Vater von Mark Harmons Charakter, Gibbs, spielte. Find ich grad schon irgendwie doof. 🙁

Ruhen Sie in Frieden, Mr. Waite.

„Ey, bissu schwul oder was?“

Habt ihr schon einmal einen längeren Text geschrieben und diesen dann wieder verworfen? Nein? Macht es mal, das ist ein echtes Erlebnis. X.x

So ging es mir gestern mit dem Text, den ich zur Maischberger-Sendung vom Dienstag angefangen habe. Knapp zwei Word-Seiten waren schon voll, als ich merkte, dass der Text erstens langweilig ist und zweitens gar nicht auf die Punkte eingeht, die mir wirklich wichtig sind. Und ein ganz großer ist:

WARUM zum Teufel muss eine Gesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts eigentlich überhaupt darüber diskutieren, ob sexuelle Vielfalt ein Thema sein darf oder nicht? Warum traut man Kindern und Jugendlichen eigentlich nicht zu, damit umgehen zu können, wenn man ihnen behutsam erklärt, dass es neben dem klassischen Familienbild (Mutter, Vater, Kind) auch noch andere Formen des zwischenmenschlichen Zusammenlebens gibt?  Weiterlesen

Puh.

So. Nachdem die Bastelei an Logo und Avatar sowie das Herumfriemeln in den WordPress-Einstellungen doch mehr Zeit in Anspruch genommen hat, als es sollte, verschiebe ich den im Begrüßungspost angekündigten Text zur Maischberger-Sendung auf morgen. Ich muss mich nämlich noch einmal durch die 75-minütige Sendung schauen, um mir noch Notizen zu den einzelnen Punkten, die ich ansprechen möchte, zu machen, da ich nur die Nachtwiederholung heute gegen 3 gesehen habe. Und dann muss der Eintrag ja auch noch geschrieben werden. Hey, das artet ja richtig in Arbeit aus. Aber gute.

Hallo Welt.

Nach vielen Gedankenspielen, wann, ob und wie ich einen eigenen Blog starte, ist der 12. Februar 2014 also der Geburtstag eben dieses Blogs. Ein wenig aufgeregt bin ich schon, schließlich plane ich, hier meine Gedanken in die Welt zu tragen. Einige davon sind vielleicht auch eher ungeordnet, unkonform oder unbequem – daher der Titel des Blogs: ungedanken.

Ich habe mich, zugegebenermaßen, mit der Namensfindung ein bisschen schwer getan. Doch wie es meistens so ist, die spontanen Eingebungen sind die besten, und „ungedanken“ war eine solche. Ich bin zufrieden damit.

Womit ich noch nicht zufrieden bin, ist das Design des Blogs. WordPress bietet leider kaum Möglichkeiten der individuellen Gestaltung, jedenfalls nicht, ohne sich diese entsprechend entlohnen zu lassen. Der Header (das Bild, welches ihr oben seht) lässt sich aber in jedem Fall individuell gestalten, und diese Baustelle wird demnächst sicher in Angriff genommen.

Was erwartet euch nun in den „ungedanken“? Wie der Name und der erste Absatz es schon versprechen, – und wie ein Blog eigentlich auch sein sollte – nutze ich diese Plattform, um meine Gedanken in die Welt zu tragen. Diese Gedanken können zu den unterschiedlichsten Themen sein: Politik, Gesellschaft, Sport, Musik. Eben alles, was mich persönlich so den ganzen Tag über beschäftigt. Und das ist derzeit einiges, weil wir in, wie ich finde, interessanten Zeiten leben. Manchmal auch erschreckenden. Auf jeden Fall in Zeiten, in denen sich Gedanken zu machen nicht das Schlechteste ist.

Vielleicht solltet ihr auch noch etwas zu mir persönlich erfahren: Ich bin männlich, Baujahr 1985 und seit einiger Zeit mit einer Erschöpfungsdepression krank geschrieben, weswegen ich viel Zeit zum Nachdenken habe. Der ein oder andere mag sich hier vielleicht schon gestört fühlen, aber ich gehe offensiv damit um, weil ich – kurz abgehandelt – finde, dass das Thema Depressionen in unserer Gesellschaft immer noch viel zu sehr tabuisiert und simplifiziert wird. Auch hierzu wird es sicherlich den ein oder anderen Eintrag geben.

Außerdem spielt die Musik in meinem Leben eine große Rolle, nicht als aktiv Schaffender, aber als aktiv Konsumierender. Ich habe in den letzten knapp 15 Jahren eine große Auswahl an Musikern und Bands kennen lernen dürfen, die mich geprägt und berührt haben. Es werden sich also durchaus öfter Einträge finden, in denen ich über Musik schwadroniere und so vielleicht dem ein oder anderen auch Musik näherbringen kann, die er sonst vielleicht nicht entdeckt oder gehört hätte. Das wäre zumindest mein Wunsch.

Ein weiteres Thema wird zweifellos auch aufkommen, bei dem ein Großteil sicherlich nicht wird mitreden können und diese Beiträge möglicherweise überspringen, aber auch das gehört zu mir: Wrestling. Ja, ich stehe inzwischen dazu, nachdem ich dieses Hobby lange Zeit nur für mich ausgelebt habe (in Form von Konsum, auch hier nicht als Aktiver). Diese Unterhaltungsform begleitet mich nun immerhin schon fast 20 Jahre durch mein Leben. Und ich bin auch bereit, jederzeit mit jedem darüber zu diskutieren, was mich daran fasziniert, sofern derjenige mit offenem Geist an die Sache heran geht.

Da ich auch über Politik und Gesellschaft sprechen will, wäre für euch vielleicht noch interessant, wo ich politisch stehe. Ich bin seit einigen Wochen Mitglied der Linkspartei.

Ich habe hier bewusst einen Absatz gesetzt. Ich weiß, dass die Linke in der Gesellschaft und auch in den Medien gerne immer noch als Gruppe von Spinnern oder verkappten Kommunisten dargestellt wird. Ich sehe das anders und bin der Meinung, dass ein wirklicher Wechsel in der Politik nur mit dieser Partei stattfinden kann. Warum ich dieser Ansicht bin, werde ich gerne irgendwann in einem seperaten Eintrag darlegen, das führt jetzt zu weit.

Vor allem heißt für mich links sein aber auch, offen zu sein. Offen gegenüber jeglichen Lebensweisen, die vom Rest der Gesellschaft als nicht „normal“ empfunden werden. Mein erster richtiger Blogeintrag, der sehr wahrscheinlich heute im Laufe des Tages folgen wird, wird sich noch intensiver mit dieser Thematik befassen, da wird es nämlich um die gestern gelaufene Ausgabe von „Menschen bei Maischberger“ im Ersten gehen.

Fernsehen ist übrigens ein schönes Stichwort: Ich sehe kaum fern. Wenn, dann suche ich mir die Sendungen, die ich sehen möchte, wirklich stichpunktartig heraus, und in der Regel sehe ich mir die Sendungen dann auch nicht an, wenn es den Sendern geruht, sie auszustrahlen, sondern dann, wenn ich die Zeit dafür habe. Ein Hoch auf Mediatheken.

Eine Sache noch zum Abschluss zu mir: Ich bin ein Mensch, der oft und gerne seinen Gefühlen folgt und diese ausdrückt. Auch das ist ein persönlicher Zug, der sich in diesem Blog oft wiederfinden wird.

Und damit genug für den Anfang. Eine solche Wall of Text war an sich gar nicht vorgesehen. Ich wünsche euch – und auch mir – viel Spaß mit den ungedanken.