Macht der Sprache: Todesursache Depression

Dieser Text wird schwer verdaulich. Es geht um psychische Erkrankungen (hauptsächlich Depressionen) und Suizid. Daher vorsorglich eine Triggerwarnung für genau diese Dinge. Außerdem ein Appell:

Wenn ihr in eurem Freundeskreis Menschen habt, die Anzeichen einer Depression zeigen oder diese bei euch selbst feststellt (Antriebslosigkeit, Müdigkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis, negative, kreisende Gedanken sind die häufigsten Symptome), dann sucht Hilfe. Eine erste Anlaufstelle kann die Telefonseelsorge sein, die ihr jederzeit unter den Rufnummern

  • 0800/111 0 111
  • 0800/111 0 222
  • 116 123

erreichen könnt. Solltet ihr nicht sicher sein, ob ihr oder jemand, den ihr kennt, Anzeichen einer Depression zeigt, so hat die Stiftung Deutsche Depressionshilfe einen Selbsttest auf ihrer Seite, der auch von Therapeuten und Psychologen genutzt wird. Sprecht mit eurem Hausarzt, wenn ihr Anzeichen bei euch selbst feststellt.

Depressionen sind schlimm, aber sie sind kein Grund, sich zu schämen oder zu glauben, dass ihr dadurch weniger wert seid. Im Gegenteil: Ihr seid es wert, dass ihr euch selbst helft.

Einen Dank möchte ich noch an eine Freundin loswerden, die mir mit einem Kommentar via Facebook-Messenger gestern Abend die Idee zu diesem Text gab. Danke, Claudia.


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„Ey, bissu schwul oder was?“

Habt ihr schon einmal einen längeren Text geschrieben und diesen dann wieder verworfen? Nein? Macht es mal, das ist ein echtes Erlebnis. X.x

So ging es mir gestern mit dem Text, den ich zur Maischberger-Sendung vom Dienstag angefangen habe. Knapp zwei Word-Seiten waren schon voll, als ich merkte, dass der Text erstens langweilig ist und zweitens gar nicht auf die Punkte eingeht, die mir wirklich wichtig sind. Und ein ganz großer ist:

WARUM zum Teufel muss eine Gesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts eigentlich überhaupt darüber diskutieren, ob sexuelle Vielfalt ein Thema sein darf oder nicht? Warum traut man Kindern und Jugendlichen eigentlich nicht zu, damit umgehen zu können, wenn man ihnen behutsam erklärt, dass es neben dem klassischen Familienbild (Mutter, Vater, Kind) auch noch andere Formen des zwischenmenschlichen Zusammenlebens gibt?  Weiterlesen