Macht der Sprache: Todesursache Depression

Dieser Text wird schwer verdaulich. Es geht um psychische Erkrankungen (hauptsächlich Depressionen) und Suizid. Daher vorsorglich eine Triggerwarnung für genau diese Dinge. Außerdem ein Appell:

Wenn ihr in eurem Freundeskreis Menschen habt, die Anzeichen einer Depression zeigen oder diese bei euch selbst feststellt (Antriebslosigkeit, Müdigkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis, negative, kreisende Gedanken sind die häufigsten Symptome), dann sucht Hilfe. Eine erste Anlaufstelle kann die Telefonseelsorge sein, die ihr jederzeit unter den Rufnummern

  • 0800/111 0 111
  • 0800/111 0 222
  • 116 123

erreichen könnt. Solltet ihr nicht sicher sein, ob ihr oder jemand, den ihr kennt, Anzeichen einer Depression zeigt, so hat die Stiftung Deutsche Depressionshilfe einen Selbsttest auf ihrer Seite, der auch von Therapeuten und Psychologen genutzt wird. Sprecht mit eurem Hausarzt, wenn ihr Anzeichen bei euch selbst feststellt.

Depressionen sind schlimm, aber sie sind kein Grund, sich zu schämen oder zu glauben, dass ihr dadurch weniger wert seid. Im Gegenteil: Ihr seid es wert, dass ihr euch selbst helft.

Einen Dank möchte ich noch an eine Freundin loswerden, die mir mit einem Kommentar via Facebook-Messenger gestern Abend die Idee zu diesem Text gab. Danke, Claudia.


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Ein bisschen Schmutz im Schnee

Die deutsche Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle ist bei den Olympischen Spielen in Sotschi positiv auf Substanzen getestet worden, die auf der Dopingliste stehen. Sie könne sich „überhaupt nicht erklären, wie es zu dieser positiven Dopingprobe gekommen“ sei.

Ich habe für dieses Problem eine einfache, treffende Antwort parat: Du dumme Nuss hast dir irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel eingepfiffen, vor denen dich deine Trainer immer gewarnt haben, weil sie – vermutlich zurecht – auf der Dopingliste stehen.

Ehrlich, warum haben diese Doper nicht alle einfach mal den Arsch in der Hose („Eier“ passt hier ja schlecht), sich hinzustellen und zu sagen: „Jupp, ich hab was genommen. War scheiße, aber machen ja eh alle.“ Dann wird dieser ganze Wahn um Dopingkontrollen einfach abgeschafft (spart ja auch Kosten), die Sportler hauen sich alles rein, was sie finden können, die Wettkämpfe strotzen vor Höchstleistungen und die Medien dürfen dann jedes Jahr ein paar Dutzend tote Sportler betrauern. Win-win-win-Situation.